Quantenanalogien in Carl Jungs Denken. - Kollektives Unbewusstes, Numinose Energien, Synchronizität und das Psychoide in Verbindung mit der Neuen Physik. #949684

di Bruno Del Medico

Edizioni PensareDiverso

(Ancora nessuna recensione) Scrivi una recensione
8,49€

Leggi l'anteprima

Die Realität, wie wir sie wahrnehmen, ist nur eine dünne Oberfläche über einem Abgrund unsichtbarer Strukturen. Einerseits blickt die Quantenphysik – mit ihrer präzisen Mathematik und ihren kontraintuitiven Gesetzen – in die verborgenen Schichten der Materie, wo Teilchen keine festen Gebilde mehr sind, sondern Möglichkeiten, die durch den Akt der Beobachtung transformiert werden. Andererseits erforscht Carl Gustav Jungs analytische Psychologie die Tiefen der Psyche und untersucht Symbole, Archetypen und subtile Verbindungen, die aus dem geheimen Dialog zwischen dem Unbewussten und dem Bewussten hervorgehen. Zwei Welten. Zwei Sprachen. Zwei scheinbar ferne Ufer. Die Quantenphysik lehrt uns, dass unter der makroskopischen Realität ein Feld unsichtbarer Möglichkeiten liegt; Jung erinnert uns daran, dass unter individuellen Gedanken und Gefühlen kollektive Muster, archetypische Wurzeln und universelle Muster verborgen sind. In beiden Fällen genügt die Oberfläche nicht: Sie muss durchdrungen werden.
Dieses Buch entstand mit einer bestimmten Absicht: eine Brücke zu schlagen. Eine mentale und konzeptionelle Brücke, die die strenge Disziplin der Wissenschaft mit der symbolischen Tiefe der Psychologie vereint und einen Raum schafft, in dem diese beiden Sichtweisen miteinander in Dialog treten können, ohne ihre Identität zu verlieren.
Diese Annäherung entspringt nicht dem Versuch, eine Parallele zu erzwingen. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines historischen Dialogs, der in den 1940er-Jahren begann. Jung führte lange Gespräche mit Wolfgang Pauli, einem der Väter der Quantenmechanik. Pauli, der 1945 den Nobelpreis erhielt, suchte in einer Zeit tiefer persönlicher Krise psychologischen Rat bei Jung, um seine wiederkehrenden Träume zu verstehen. Jung wiederum fand in Paulis mathematischer Strenge einen Dialog, der es ihm ermöglichte, seine kühnsten Hypothesen zu überprüfen. Ihre Treffen in Zürich und der Briefwechsel zwischen 1932 und 1958 schufen ein seltenes Beispiel für den Dialog zwischen Wissenschaft und Tiefenpsychologie. Viele Wissenschaftshistoriker sehen in diesem Briefwechsel einen der ersten ernsthaften Versuche, das Verhältnis zwischen Bewusstsein und moderner Physik zu erforschen. Jung sprach oft von Synchronizität, einem Phänomen, das er als bedeutsame Koinzidenz beschrieb, die sich nicht durch einfache Ursache-Wirkungs-Gesetze erklären lässt. Pauli, der mit dem unvorhersehbaren Verhalten subatomarer Teilchen bestens vertraut war, betrachtete Synchronizität als eine Intuition, die möglicherweise einem noch unbekannten Prinzip des Universums nahekommt. Jung behauptete nie, die Physik würde seine Theorien bestätigen, argumentierte aber, dass Psyche und Materie eine gemeinsame Struktur aufweisen, die die Wissenschaft noch nicht vollständig beschrieben hat. Heute greifen einige theoretische Physiker, wie Henry Stapp in den USA oder Paavo Pylkkänen in Finnland, diese Fragen wieder auf. Sie schlagen Modelle vor, in denen sich das Bewusstsein wie ein Quantenfeld verhalten könnte, das die Realität auf Weisen beeinflussen kann, die sich nicht allein auf neuronale Aktivität reduzieren lassen. Diese Hypothesen haben den Verdienst, einen jahrzehntelang unterbrochenen Dialog wiederzubeleben. Ein Dialog, der uns dazu einlädt, Bewusstsein nicht als Nebenprodukt des Gehirns zu betrachten, sondern als ein tiefer liegendes Phänomen, das aus fundamentalen Gesetzen des Universums hervorgehen könnte.
In dieser Verknüpfung von Tiefenpsychologie, theoretischer Physik und Philosophie des Geistes überrascht Jung immer wieder. Seine Erkenntnisse, die für das wissenschaftliche Denken seiner Zeit oft als zu kühn galten, erleben heute an vorderster Front der Forschung eine Renaissance.
Aggiunta al carrello in corso… L'articolo è stato aggiunto

Con l'acquisto di libri digitali il download è immediato: non ci sono costi di spedizione

Altre informazioni:

Formato:
ebook
Anno di pubblicazione:
2026
Dimensione:
4.34 MB
Protezione:
nessuna
Lingua:
Tedesco
Autori:
Bruno Del Medico