Jenseits des Sichtbaren. Das Universum der Felder. - Das Feld in seinen Bedeutungen: physikalisch, morphogenetisch, bohmianisch, jungianisch, akashaisch, philosophisch, quantenhaft. #950341

di Bruno Del Medico

Edizioni PensareDiverso

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Stellen Sie sich eine geheimnisvolle Landschaft vor, in der alles miteinander verbunden ist und nichts wirklich allein existiert. Ein Ort, an dem unsichtbare Kräfte zusammenwirken, um dem, was wir sehen und erleben, Leben zu verleihen: von der Konkretheit eines Blitzes, der über den Himmel zuckt, bis hin zu den tiefsten Wahrnehmungen unseres Bewusstseins. Dieses Buch lädt den Leser zu einer faszinierenden Reise durch eines der revolutionärsten Konzepte der zeitgenössischen Wissenschaft und Philosophie ein: das Universum der Felder. Wir sprechen nicht nur über Physik, sondern über eine Erweiterung, die in den Bereich der Metaphysik, Biologie und letztendlich des menschlichen Geistes eintaucht.
Zunächst einmal: Was ist ein „Feld“? In der traditionellen Physik handelt es sich dabei um einen Raumbereich, in dem eine Kraft, beispielsweise eine elektromagnetische oder Gravitationskraft, auf ein Objekt einwirken kann. Es handelt sich um ein Konzept, das im 19. Jahrhundert mit den Theorien von Faraday und Maxwell aufkam. Michael Faraday, der brillante englische Experimentator, stellte sich das Feld als eine Art unsichtbares „Netz“ aus Kraftlinien vor, das den Raum durchdringt. Kurz darauf übersetzte James Clerk Maxwell diese Intuition mathematisch in die berühmten Gleichungen, die noch heute die Welt des Elektromagnetismus erhellen.
Diese ersten Schritte waren unerlässlich. Die wissenschaftlichen Gebiete von Faraday und Maxwell waren zwar revolutionär, stellten jedoch nur den Anfang dar. Mit der Entdeckung der Quantentheorie im 20. Jahrhundert erweiterte sich das Konzept der Felder auf unvorstellbare Weise. Wenn wir heute über Felder sprechen, beschränken wir uns nicht nur auf Magnetismus oder Schwerkraft. Wir betreten ein echtes universelles Netzwerk von Verbindungen: das Quantenfeld, das morphogenetische Feld von Rupert Sheldrake, das Akasha-Feld der östlichen Tradition, das implizite Feld des Physikers David Bohm.
Als Albert Einstein seine einheitliche Feldtheorie vorschlug, bestand sein Traum darin, eine Erklärung zu finden, die alle bekannten Kräfte im Universum vereint. Obwohl er seine Mission nicht erfüllen konnte, war seine Arbeit richtungsweisend für die moderne Forschung. Doch – und das ist der Kern dieses Buches – sind Felder nicht mehr nur Werkzeuge der Physik. Sie sind zu einer universellen Idee geworden, einem Schlüssel zum Verständnis nicht nur der Materie, sondern auch der Erfahrung und des Bewusstseins.
Sheldrake, ein britischer Biologe und kontroverser Denker, führte in den 1980er Jahren das Konzept des morphogenetischen Feldes ein. Ihm zufolge werden die Formen der Natur (von Kristallen über Pflanzen bis hin zu Tieren) nicht nur durch Gene oder Moleküle bestimmt, sondern auch durch eine Art „kollektives Gedächtnis“. Dieses unsichtbare und immaterielle Feld würde die Organisation der Materie durch eine ständige Interaktion zwischen Gegenwart und Vergangenheit steuern.
Carl Gustav Jung, der Vater der analytischen Psychologie, führte das Konzept des kollektiven Unbewussten ein, um eine psychische Dimension zu beschreiben, die über das Individuum hinausgeht. Betrachtet man dieses Konzept aus metaphysischer Perspektive, kann das kollektive Unbewusste als eine Art subtiles Energiefeld interpretiert werden, eine immaterielle Ebene, die die individuelle Psyche mit einer universellen Dimension verbindet. Es handelt sich also um ein Jungsches Feld, in dem archetypische Informationen als Wellen oder Schwingungen fungieren, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dieser Ansatz geht über den psychologischen Reduktionismus hinaus und berührt Bereiche, die der Quantenphysik und Philosophie ähneln. Er legt nahe, dass der individuelle Geist in einen Ozean gemeinsamer Bedeutungen eingetaucht ist.
David Bohm, Einsteins Schüler und Pionier der Quantenphysik, schlug eine ebenso revolutionäre Idee vor: das Konzept des impliziten Feldes. Laut Bohm könnte die gesamte Realität als eine Menge von Informationen betrachtet werden, die in einer tiefen und verborgenen Ordnung kodiert sind. Diese „implizite“ Ordnung wäre wie das grundlegende Gewebe des Universums, eine Matrix, die sichtbare und explizite Interaktionen ermöglicht. Bohm selbst verglich das Universum mit dem Meer: Was wir an der Oberfläche sehen, sind die Wellen, aber diese Wellen entstehen aus tiefen, unsichtbaren Strömungen.
Auch den Beitrag spiritueller Traditionen können wir nicht ignorieren. In den vedischen Kulturen Indiens ist man seit Jahrtausenden von den sogenannten „Akasha-Chroniken“ bekannt. Gemäß diesen Traditionen ist die Akasha eine Art kosmische Bibliothek, die jedes Ereignis, jede Erfahrung oder jedes universelle Wissen enthält. Es handelt sich um das „Akasha-Feld“, eine Dimension, in der alles, was geschieht, aufgezeichnet und nicht nur dem Einzelnen, sondern sogar dem gesamten Universum zugänglich gemacht wird.
Die Einführung in den Feldbegriff macht nicht bei der Physik oder Biologie halt. Heute scheint sich eine neue Revolution anzubahnen: eine Revolution, die die Verbindung zwischen Feldern und dem Geist erforscht. Die Vorstellung, dass Bewusstsein ein Quantenphänomen sein könnte, hat Forscher wie den Physiker Roger Penrose und den Anästhesisten Stuart Hameroff fasziniert, die die Hypothese aufstellten, dass Mikrotubuli in Gehirnzellen als winzige „Quantencomputer“ fungieren. Wenn diese Idee richtig ist, eröffnet sie die Möglichkeit, das Bewusstsein als eine Eigenschaft des Quantenfelds selbst zu betrachten: ein Phänomen, das nicht auf das Gehirn beschränkt ist, sondern mit der Struktur des Universums verbunden ist.
Die Lager zwingen uns, unsere Sicht des Universums zu überdenken. Wir haben es nicht mehr mit isolierten Teilchen zu tun, die im Vakuum kollidieren, wie uns die klassischen Physiker des 18. Jahrhunderts erzählten. Wir sind in einen dynamischen Ozean eingetaucht, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten sind. Die Idee des Feldes drängt uns dazu, den Kosmos nicht mehr als Maschine, sondern als lebendigen, pulsierenden Organismus zu sehen. Ein Konzept, das merkwürdigerweise nicht nur mit der modernen Wissenschaft, sondern auch mit der Intuition unserer Vorfahren übereinstimmt.
Was bedeutet das alles für uns Menschen? Vielleicht ist es an der Zeit, das Universum nicht nur als eine Reihe physikalischer Gesetze zu betrachten, sondern als eine Manifestation von Informationen, Energie und Bedeutung.
Dieses Buch bietet keine endgültigen Antworten, wirft aber Fragen an der Schnittstelle von Physik, Metaphysik und Philosophie auf. Wenn wir von den klassischen Feldern ausgehen und an die Grenzen des Bewusstseins gelangen, müssen wir uns einer Herausforderung stellen: der, die Paradigmen zu überwinden, die uns bisher begleitet haben. Bereiten wir uns also darauf vor, neue Karten der Realität zu erkunden. Sie bestehen nicht aus Grenzen, sondern aus Verbindungen. Denn alles, was existiert – wie Sie Seite für Seite entdecken werden – ist nicht getrennt, sondern Teil eines einzigen großen universellen Feldes.
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Altre informazioni:

Formato:
ebook
Anno di pubblicazione:
2025
Dimensione:
23.6 MB
Protezione:
nessuna
Lingua:
Tedesco
Autori:
Bruno Del Medico